Was gehört auf eine Landing Page? Landingpage – einfach erklärt.

Was gehört auf eine Landing Page? Landingpage – einfach erklärt.

Im Online-Marketing ist die Zielseite eine unabhängige Website, die extra für Marketing- oder Werbeaktivitäten erstellt wurde. Auf diese sogenannte Landing Page gelangen die User/innen, nachdem sie einen Link in einer E-Mail oder einer Anzeige auf Google, Bing, YouTube, Facebook, Instagram, Twitter oder ähnlichen Seiten im Internet angeklickt haben.

Im Gegensatz zu Webpages, die normalerweise viele Ziele haben und zum Erkunden anregen, hat das Design einer Landing Page einen einzigen Fokus bzw. ein einziges Ziel: eine Einladung zu einer bestimmten Aktion, die in der Branche als Aufruf zum Handeln (Call to Action, kurz CTA) bezeichnet wird. Dieser Fokus macht Landing Pages zur idealen Möglichkeit oder sogar zur besten Wahl, um die Konversionsrate von Marketingkampagnen zu erhöhen. Gleichzeitig werden die üblichen Kosten für die Generierung von Leads und tatsächlichen Käufen gesenkt.

Um die Funktionsweisen bzw. die Möglichkeiten der Konversion im Web-Marketing zu erläutern verwenden wir meist den sogenannten Sales Funnel (Verkaufstrichter). Die Aufgabe einer Landing Page erklärt sich wie folgt: Interessent/innen sehen Links z.B. in einem Ad (Werbeanzeige), einer E-Mail oder an einer anderen Stelle im Web, und beim Anklicken werden sie zur Landing Page weitergeleitet. Hier findet dann die Conversion, also die Umwandlung in Kundenaktionen wie Kaufen, Anmelden oder Registrieren (beispielsweise für Newsletters, Gewinnspiele, Rabatte etc.) statt. Vom Suchen über das Klicken bis zur eigentlichen Aktion „rutscht” Ihre potentielle Klientel also immer tiefer in den Sales Funnel.  

Vielleicht fragen Sie sich nun, ob denn nicht jede Internetseite als Landing Page verwendet werden könnte. Dies ist technisch gesehen selbstverständlich auch möglich. Die Bezeichnung Landing Page wird z.B. in Google Ads and Google Analytics auch für beide Varianten genutzt. Zielseiten sind jedoch nicht alle gleich in der Art und Weise ihrer Gestaltung.

Der Begriff Landing Page beschreibt hauptsächlich Seiten, die speziell für bestimmte Aktionen erstellt werden. Diese enthalten einen Aufruf zum Handeln und gar keine Navigation innerhalb der Webseite.

Worin differenzieren sich Webseiten und Landing Pages hauptsächlich? (oder: Warum konvertieren Landing Pages so enorm gut?) 

Dort, wo eine Haupt-Webseite viel Potenzial zur Ablenkung aufweist, die man fast schon eher als „Lecks“ und nicht als Links bezeichnen könnte, ist die Zielseite sehr fokussiert. Je weniger Links auf der Zielseite vorhanden sind, desto höher ist die Conversion-Rate. Einfach nur deshalb, weil weniger attraktive Klicks verfügbar sind, welche Besucher/innen vom Call to Act abhalten können. Daher verwenden versierte Marketing Profis immer spezielle Landing Pages als Ziel des Traffics (Online-Verkehr). Natürlich sieht die Hauptpage einer Firma gut aus! Sie zeigt die Marke an, ermöglicht den Besucher/innen das Durchsuchen verschiedenster Produkte und bietet viele weitere Informationen über das Unternehmen und seinen Wert. Potentielle Kund/innen können von hier aus überall hin gelangen: Sie können sich für eine Stelle bewerben, die Pressemitteilung lesen, Nutzungsbedingungen überprüfen, im Forum stöbern usw.

Doch werden sie auch kaufen? Das ist die entscheidende Frage!

Die Zielseiten für solche Interessent/innen haben ganz andere Zwecke. In Verbindung mit intelligenten Anzeigen, die nur ein einziges Angebot bewerben, können alle Inhalte Besucher/innen auch in Kunden/innen umwandeln. Diese Methode ist sehr effektiv, um den Seiten-Verkehr zu konvertieren, der bereits während des Suchens bei dieser Marke „gelandet” ist. Darin liegt die echte „Stärke” von Landing Pages!

Was ist der Sinn einer Landing Page?

Abhängig von den spezifischen Umständen jedes Unternehmens werden Sie viele verschiedene Arten von Zielseiten zu sehen bekommen. Grundsätzlich gibt es jedoch nur zwei typische Arten von Landing Pages, welche man anhand ihrer Ziele definiert: 

Leadgenerierung durch eine Landing Page

Lead-Generierungs-Seiten (Lead Gens), auch als Lead-Capture-Seiten („Leads-Fang-Seite”) nutzen Formulare als Handlungsaufforderungen. Solche Formulare sammeln fast immer Daten möglicher Interessent/innen, hauptsächlich Namen und E-Mail-Adressen von Besucher/innen.

Business-to-Business-Vermarkter (B2B) und Unternehmen, die eher teure Waren verkaufen, verwenden diese Zielseite, um potenzielle Kundenprofile zu erstellen. Manchmal wird zum Austausch von Kontaktinformationen kostenlos etwas bereitgestellt, z. B. Webinare oder E-Books. Auch E-Commerce-Marken können mittels solcher Seiten Listen mit Kundendaten erstellen und bieten häufig kostenlosen Versand oder Sonderangebote im Austausch für Informationen an. 

Click Through Landing Pages

Click-to-Visit-Seiten werden normalerweise von E-Commerce- und SaaS-Vermarktern (Software as a Service) verwendet. Ein Klick auf die Seite führt direkt zum Verkauf oder zur Registrierung. Normalerweise haben sie nur eine Schaltfläche als Aufruf zum Handeln. Durch Klicken auf diesen Button werden die Besucher/innen direkt zum Checkout-Bereich (Checkout-Vorgang) geleitet oder die Transaktion direkt abgeschlossen (wie z. B. beim App Store).


Internet Traffic zur Landing Page führen

Ihr Sales Funnel muss mit User/innen gefüllt werden, damit Ihre Zielseite wunschgemäss funktionieren kann. Glücklicherweise gibt es dafür viele Möglichkeiten. Schauen wir uns einige der häufigsten Quellen für Landingpages an:

Bezahlte Suchanzeigen

Fast alle Suchmaschinen enthalten Bezahlwerbung. Wenn jemand z.B. nach etwas wie „Wein des Monats“ sucht, werden solche Ads deutlich, aber nicht zu aufdringlich in den Suchergebnissen angezeigt

Ein Klassisches Google-Beispiel:

Im Gegensatz zu anderen Suchergebnissen, die man hier angezeigt bekommt, sind Pay-per-Click-Anzeigen durch Marketingexperten erstellt und bezahlt worden. Die Person, die klickt, wird mittels eines attraktiven Textes (gelegentlich auch durch Bilder) vorbereitet. Vermutlich ist diese/r User/in anhand der Suchkriterien, demografischen Informationen oder persönlichen Interessen kontaktiert worden, welche im Browserverlauf angezeigt werden.

Beim Erstellen einer solchen Ad ist es entscheidend, dass Sie festlegen, wohin der Link Besucher/innen leitet. Natürlich könnte dieser Link Interessent/innen zu Ihrer Webseite führen. Wir werden gleich weiter darauf eingehen, warum es am besten ist, eine separate Zielseite zu erstellen, die zu Ihrem Anzeigentext passt und einen deutlichen Call to Act beinhaltet.

Bezahlte Anzeigen in Sozialen Medien

Das Platzieren von Anzeigen auf Social Media-Websites wie Facebook, Instagram, Twitter, LinkedIn und Co. bietet lukrative Möglichkeiten. Hier können Sie einzelne User/innen und sogar ganze Communities, die bereits starkes Interesse für Ihre Marke zeigen, „anlocken”, auch wenn Sie schon auf dem Markt sind. 

Anstatt ganz allgemein um Leute zu werben, die nach „Wein des Monats“ zu suchen, können Sie hier Anzeigen für Personen schalten, die „Weinliebhaber“ zu ihrer Interessenliste in Facebook-Profilen hinzufügten. Interessant daran ist: Nun können Sie sich mit Kund/innen in Verbindung setzen, ehe diese nach Ihrem Produkt suchen und sogar bevor sie es überhaupt planen! 

Zusätzlich zu den erweiterten Positionierungsfunktionen verfügt jede Plattform über eigene Merkmale. Zum Beispiel eignet sich Instagram sehr gut für Produkte und Lifestyle-Marken mit starker visueller Attraktivität. B2B-Werbetreibende bevorzugen hingegen eher LinkedIn, um Führungskräfte bestimmter Branchen gezielt anzusprechen.

E-Mail-Aktionen

E-Mails gelten bei vielen Marketern als der effektivste Marketingkanal. Werbekampagnen, die per E-Mail publiziert werden, haben im Vergleich zu anderen Plattformen einen enormen Einfluss bei relativ geringem Kostenaufwand. Eine von der Radicati Group im Jahr 2018 durchgeführte Hochrechnung geht davon aus, dass es bis 2022 rund 4,2 Milliarden E-Mail-Nutzer geben wird. Das bedeutet mehr als 50% der Weltbevölkerung haben dann einen E-Mail Account! 

Das Kombinieren von E-Mails und Ihrer Landing Page können Sie doppelt effektiv einsetzen, indem Sie bestehende Kundenbeziehungen pflegen und zusätzlich neue Kunden für sich gewinnen. Sobald Sie Ihre Kontaktliste erstellt haben, können Sie Leser/innen mit gut formulierten E-Mails ansprechen. Gleichzeitig füllt die E-Mail Kampagne Ihre Landing Page mit detaillierten Informationen und führt Besucher/innen zum Handlungsaufruf.

Organischer Traffic

Die Bezeichnung „organischer Online-Verkehr” bezieht sich auf jene Besucher/innen, welche aus nicht bezahlten Quellen zu Ihnen gelangen, beispielsweise aus der untere Hälfte der angezeigten Google- oder Bing-Suchergebnisse (SERP). Durch die Veröffentlichung überzeugenden und nützlichen Contents auf Ihrer Hauptseite oder Ihrer Landing Page stellen Sie sicher, dass Ihr Unternehmen bei relevanten Suchanfragen häufiger angezeigt wird. Je höher das Ranking Ihrer Inhalte in den Suchergebnissen ist, desto besser ist die Leistung. 

Es wäre jedoch irreführend, diese Methode als kostenfrei zu bezeichnen. Denn organischer Verkehr bedeutet nicht, dass Sie weder Zeit noch Geld in Ihre gute Platzierung investieren müssen. Es gibt eine Menge Marketing-Spezialisten, welche sich darum bemühen, so viel organischen Seitenverkehr wie nur irgend möglich über Google zu generieren. Dies funktioniert, indem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen umsichtiger Strategie, technischem Wissen und hervorragend erstellten Inhalten geschaffen wird.

Sie möchten wissen, ob es darüber hinaus weitere Kanäle für Zielseiten gibt? Um ehrlich zu sein, ist es schlichtweg nicht möglich, alle Anwendungsfälle am Markt abzudecken. Beispielsweise könnten Sie native Ads während Podcasts buchen, interaktive Quizze anbieten oder auch herkömmliche Print-Anzeigen mit QR-Codes veröffentlichen. Unabhängig davon, auf welche Weise Sie das obere Ende Ihres Sales Funnels füllen: Eine Landing Page ist die ultimative Option, das beste aus ihm herauszuholen.